Gewitter, Wind und schnelle Sprints – das RAIFFEISEN Austrian Open trotzt den Elementen
Emil Schwaninger (TS Innsbruck) stellte sich einem außergewöhnlich stark besetzten Starterfeld über 100 m. Mit dem Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs (ITA) sowie dem aktuellen 400-Meter-Weltrekordhalter Wayde van Niekerk (RSA) traf er auf zwei der größten Namen der internationalen Leichtathletik. Bereits im Vorlauf präsentierte sich Schwaninger in ausgezeichneter Form. Mit einer windunterstützten Zeit von 10,33 s (+3,0 m/s) qualifizierte er sich für das B-Finale. Dort bestätigte er seine starke Leistung eindrucksvoll: Erneut gelang ihm ein hervorragender Start – jene Rennphase, in der er seine größten Stärken ausspielen kann. Im Finale gelang ihm das letzte Renndrittel deutlich besser als im Vorlauf. Die Uhr blieb für ihn bei 10,14 s(+4,7 m/s) stehen.
Den Sieg sicherte sich Lamont Marcell Jacobs mit herausragenden 9,67 s. Der Doppel-Olympiasieger von Olympische Sommerspiele 2020 über 100 mund mit der italienischen 4×100-Meter-Staffel erzielte damit die drittschnellste jemals gelaufene Zeit über diese Distanz. Schneller waren lediglich Usain Bolt mit seinem Weltrekord von 9,58 s sowie seinem Olympiasieg in Olympische Sommerspiele 2012 in 9,63 s.
Österreichs Rekordhalter Markus Fuchs erreichte im A-Finale eine Zeit von 10,09 s (+4,1 m/s). Emil Schwaninger belegte mit 10,14 s Rang acht und war damit an diesem Abend der zweitbeste österreichische Sprinter.
Stefan Huber (IAC) zeigte über die 110 m Hürden trotz windiger Bedingungen eine starke Vorstellung. Bereits im Aufwärmbereich präsentierte er sich zuversichtlich und setzte diese Form auf der Bahn eindrucksvoll um. Mit einer Zeit von 14,33 s (+3,0 m/s) erreichte er sein Minimalziel und qualifizierte sich für das Finale. Dort steigerte sich Huber nochmals und lief in14,18 s (+2,5 m/s) auf den ausgezeichneten 6. Rang. Den Sieg sicherte sich der Südafrikaner Antonio Alkana in 13,15 s vor Enzo Diessl, der mit 13,20 s den zweiten Platz belegte.

Riccardo Klotz (ATSV Innsbruck) traf im Stabhochsprung auf ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld. Klotz übersprang 5,05 m und belegte damit den 9. Platz. Der Sieg ging an Ernest John Obiena (PHI), der mit 5,75 m einen neuen Meetingrekord aufstellte.

Ergebnisse
Fotos: ÖLV/@amri.sports
03/07/26 12:25, Text: Olivia Raffelsberger
zurück