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Hallen-Staatsmeisterschaften & ÖM U18: Leonhard Jäger mit Staatsmeistertitel

Staatsmeister Leonhad Jäger © ÖLV / @amri.sports

Die Österreichischen Hallenstaatsmeisterschaften und Österreichischen U18-Hallenmeisterschaften bildeten erneut den Höhepunkt der heimischen Indoor-Saison. In der Sport Arena Wien kämpften Österreichs beste Leichtathlet:innen um Medaillen, während zahlreiche Nachwuchstalente – darunter viele aus Tirol – mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machten. 

Mit hohen Erwartungen reiste der Freiluftstaatsmeister 2025 im Kugelstoßen, Leonhard Jäger (SV-Reutte Leichtathletik), nach Wien. Die letzten Trainingswochen vor den Staatsmeisterschaften standen ganz im Zeichen intensiver Arbeit an der Drehtechnik. Auch im Krafttraining gab es deutliche Fortschritte, die Kraftwerte stiegen spürbar. Die Erwartungen waren hoch: Staatsmeistertitel & Bestleistung. Mit 17,68 m bestätigte er seine gute Form mehr als deutlich: Titel, Bestleistung und neuen Landesrekord inklusive.

"Der Wettkampf verlief nahezu optimal. Am Saisonhöhepunkt Bestleistung zu stoßen zeigt dem Trainer und Athleten immer, dass man viel richtig gemacht hat. Mit der Weite hätte ich letztes Jahr auch das Limit für die U23 EM erbracht. Auch mein Trainer, Andreas Bücheler, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Er kann jetzt behaupten den Deutschen und Österreichischen Meister zu traineren. Über den Titel freu ich mich auch sehr. Die Wettkampfanlage in Wien hat mir sehr gut gefallen. Beim Aufwärmen im Freien unter der Sonne wusste ich schon, dass das ein super Wettkampf wird. Jetzt geht es gleich in den Aufbau, um im Sommer noch viel weiter stoßen zu können. Da ist noch Einiges möglich". - Leonhard Jäger

Vereinskollegin Lea Germey präsentierte sich pünktlich zu den Staatsmeisterschaften in ausgezeichneter Form. Die Reuttenerin, die seit wenigen Monaten voll im Berufsleben steht, sicherte sich mit übersprungenen 1,74 m die Silbermedaille im Hochsprung der Frauen. Für kurze Zeit durfte sie sogar über 1,77 m jubeln, ehe die Latte doch noch fiel. Dennoch überwiegen die Freude über Silber, sowie das positive Gefühl nach einem starken Wettkampf. Der Titel ging an die Niederösterreicherin Christiane Krifka, die mit 1,82 m eine neue persönliche Bestleistung erzielte.

3,80 m übersprang Katrin Kammerlander (ATSV Innsbruck) im Stabhochsprung der Frauen. An der 4,00 m Schallmauer scheiterte sie dieses Wochenende noch, wurde jedoch mit Silber belohnt. Der Sieg ging an die Linzerin Lisa Gruber (4,30 m).

Im Kugelstoßen der Frauen ging einmal mehr eine der starken heimischen Mehrkämpferinnen als Favoritin ins Rennen – und dennoch blieb es bis zum Schluss spannend. Sophie Kreiner (ATSV Linz LA) holte sich mit 13,65 m den Staatsmeistertitel, hatte jedoch mehr Gegenwehr als erwartet. Die Tirolerin Christina Scheffauer (IAC) überzeugte mit einer neuen Saisonbestleistung von 13,25 m und verpasste die Silbermedaille denkbar knapp – nur ein Zentimeter fehlte auf Rang zwei (Bettina Weber, 13,26 m).

Amelie Kofler (Tiroler SprintChampion) zeigte nach einer verletzungsgebremsten Vorbereitung ein starkes Rennen und bestätigte ihre aufsteigende Form über 400 m. Mit 56,69 s  steigerte sie sich gegenüber den Rennen der Vorwochen erneut und wurde dafür mit Rang vier bei den Frauen belohnt. Der Sieg ging in 54,59 s an die Niederösterreicherin Anja Dlauhy.

Mit persönlicher Bestleistung von 8,22 s qualifizierte sich U23-Athlet Stefan Huber (IAC) für das 60 m Hürdenfinale der Männer. Favorit Enzo Diessl setzte sich in 7,65 s klar durch, dahinter entschieden Hundertstel über die Medaillen. Für Stefan bedeuteten 8,24 s Rang 4, 1/100 s hinter Bronze. Der Maria Steiner lief zudem im 60 m Finale auf Rang 7 (7,20 s; VL 7,12 s).

In der 3.000 m Bahngehen Entscheidung belegte Kathrin Schulze (IAC) in 16:26,50 min Rang 4. Zu persönlichen Bestleistungen lief Elisabeth Krepper (SK Rückenwind) an diesem Wochenende über 3.000 m (10:11,24 min) und 1.500 m (4:40,94 min) auf. Sie belegte damit in beiden Rennen Platz 5 und verbesserte sich gegenüber der Meldelisten klar. Ebenfalls Rang 5 gab es für Lea Klemm (IAC) über 200 m (26,20 s).

Nicht in die 60 m Titelentscheidung eingreifen konnte der bis dahin Jahresschnellste (7,79 s) Emil Schwaninger (TS Innsbruck). Zwei Wochen vor den Meisterschaften zog er sich im Training eine Verletzung an der Oberschenkelrückseite zu. Fast wäre ein Start möglich gewesen, jedoch siegte die Vernunft. Markus Fuchs kürte sich in 7,70 s zum Staatsmeister.  

ÖM Halle U18
Deborah Achleitner
(IAC) ging als klare Favoritin in die Weitsprungentscheidung der weiblichen U18. Schon bei den U20-Meisterschaften vor 2 Wochen die unangefochtene Nummer 1, setzte sie sich auch an diesem Wochenende durch und sicherte sich mit 5,58 m den Titel. Sie komplettierte ihre Medaillensammlung an diesem Wettkampfwochenende mit Bronze über 60 m Hürden (9,07 s, PB). Knapp dahinter lief Sophie Strasser (TS Innsbruck) in 9,11 s (PB) auf den 4. Rang. Am Vortag gelang ihr mit übersprungenen 1,58 m die Bronzemedaille im Hochsprung der weiblichen U18.

Die jungen Tiroler Stabhochspringer:innen setzten in Wien ein starkes Ausrufezeichen. Leonie Kurz (ATSV Innsbruck) absolvierte einen souveränen Wettkampf und sicherte sich mit einer starken neuen persönlichen Bestleistung von 3,45 m den Sieg.

Auch Josef Plattner (TS Innsbruck) überzeugte mit einer konstant starken Leistung und gewann mit übersprungenen 4,15 m. Rang drei ging an Leo Mössner (ATSV Innsbruck), der seine persönliche Bestleistung auf 3,50 m steigern konnte.

Leonie Schröter (TS Innsbruck) sorgte über 3.000 m lange für eine hohe Pace und musste auf den letzten Runden nur Favoritin Pauline Steiner ziehen lassen. Schröter kämpfte bis auf den letzten Metern und wurde mit 10:42,56 min (PB) und Silber für ihr couragiertes Rennen belohnt.

Ein spannendes Rennen über 800 m in der Altersklasse U18 wurde mit Bronze für IAC-Athletin Lea Flörl belohnt. Mit tollen 2:20,51 min schraubte sie ihre persönliche Bestleistung klar nach unten. Auch die Schwestern und TS-Innsbruck Athletinnen Nina (2:23,65 min) und Mia Holzknecht (2:23,68 min) belohnten sich in diesem Rennen mit Bestleistungen und den Rängen 5 und 6.

Über eine neue persönliche Bestleistung von 1,80 m im Hochsprung durfte sich Dominik Haas (SV Reutte Leichtathletik) freuen. Mit dieser Leistung sprang er auf Rang 4. Ebenfalls Rang 4 gab es für Rhia Schatzer (TS Innsbruck), die sich über 400 m ebenfalls über eine neue persönliche Bestleistung freuen durfte (60,87 s). Gleich zwei Tiroler schafften den Sprung unter die Top-6 im Kugelstoß den männlichen U18. Raphael Singer (SV Reutte Leichtathletik) und David Lassnig (SK Völs) stießen beide 13,28 m und platzierten sich auf den Rängen 5 und 6. Nina Holzknecht (TS Innsbruck) komplettierte ihr Wochenende mit Rang 6 über 400 m (61,80 s).

02/03/26 09:57, Text: Olivia Raffelsberger

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