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Masters in Tirol – eine Erfolgsgeschichte

Masters in Tirol – eine Erfolgsgeschichte

Für Sportfans ist Tirol das Land der „weißen“ Sportarten. Schnee, Berge und Schifahren – das ist Tirol. An Leichtathletik denken nur wenige. Und das, obwohl es im drittgrößten Bundesland Österreichs immer schon Weltklasse-Leichtathletik gab. Davon zeugen viele Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmer. Helmut Haid, Josef Steiner, Gerhard Hartmann, Claudia Stern, Johann Siegele fallen einem sofort ein.

Noch heute werden die österreichischen Rekorde im Hoch- und im Weitsprung der Männer und im Stabhochsprung der Frauen von Tirolern gehalten. Die 2,28 m von Markus Einberger und die 8,30 m von Andreas Steiner scheinen Rekorde für die Ewigkeit zu sein. Kira Grünbergs Rekord von 4,45 m liegt auch schon über zehn Jahre zurück.

In der Erfolgsspur der allgemeinen Klasse sind die Schleusen der Generation 35 plus auch weit geöffnet.

Die Mastersszene in Tirol ist gut geflutet
Die Zahl der Medaillen bei internationalen Masters-Wettkämpfen insgesamt kann man selbst mit fünf Händen nicht zeigen. Angeführt von Petö Szuzsanna mit 28 Medaillen standen die Tiroler Masters bei Europa- und Weltmeisterschaften 58 Mal auf der obersten Treppe des Siegespodests.

Besonders stark präsentierten sich die Tiroler in den Anfangsjahren in den Sprung- und Wurfbewerben.

Plischke Alena (†) wurde im Hochsprung sechsmal, Schönauer Traudl im Speerwurf fünfmal Weltmeisterin. 1997 warf sie als W60-Athletin Weltrekord.  

Auch in der Liste der Laufbewerbe gab es Weltmeister: Schabel Eugen – WM-Titel im Berglauf, Steiner Heinz – WM-Titel im Marathonlauf

Noch immer aktiv sind folgende Champions:

Egger Alois – WM-Titel im 1.500-m-Lauf

Flunger Peter - WM-Titel im Berglauf

Freitag Karin – zwei WM-Titel im Berglauf

Hoser Christian – drei WM-Titel im Mehrkampf 

Schulze Kathrin – WM-Titel im Gehsport

Vom Alpencup auf die Tartanbahn
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Laufbereich ist der Tiroler Alpencup, eine Volkslaufserie, bei der auf der Straße, auf der Bahn, im Gelände und am Berg gelaufen wird. An den Läufen können alle Jahrgänge teilnehmen. Der Alpencup hat in der Folge eine Sogwirkung für Stadionwettkämpfe und bringt etliche Tiroler Masters von unebenen Untergründen auf die genormte Tartanbahn. So standen 2025 bei den Tiroler Meisterschaften im  5.000-m-Lauf 46 Masters am Start. Eine Ereignisdichte, die kein anderes Bundesland vorweisen kann.

Auch in den österreichischen Rekordlisten haben sich die Tiroler Masters ganz vorne eingereiht. So werden aktuell 13 österreichische Rekorde von Tirolern gehalten. Fünf der Rekordhälter sind heute noch aktiv. Bei den österreichischen Masters-Meisterschaften 2025 erreichte Tirol mit 30 Titeln einen neuen Höhepunkt. 12 wurden im Stadion und 18 im erweiterten Outdoor gewonnen.                                                                            

Ob inner- oder außerhalb eines Stadions, in Tirol fährt man auf einer Mehrspurautobahn. Berg- und Trailläufe, Gehbewerbe, Straßenläufe, Country-Cross haben die Masters immer in der Leistungsmappe. Darin sind sie in Österreich nicht leicht zu schlagen.

Alois Egger, Mastersreferent in Tirol, ist auf seine Community stolz. „Unsere Stärke liegt derzeit klar bei den Lauf- und Gehbewerben. Da sind wir sehr zufrieden. In den  technischen Disziplinen haben wir Aufholbedarf. Dieses Manko werden wir hoffentlich auch bald beseitigen.“

Text: Herbert Winkler

06/03/26 11:11, Text: Olivia Raffelsberger

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