Vier Tage, vier Wettkämpfe: Intensives Wochenende für Kugelstoßer Leonhard Jäger
„Am 17. Juni ging es nach Ústí in Tschechien. Dort startete ich gemeinsam mit meinem Trainingskollegen Georg Harpf bei einem Bronze-Meeting. Leider konnte ich meine Leistung dort nicht ganz abrufen, dennoch war es ein tolles Erlebnis, Top-Athleten wie Roger Steen, Zane Weir und Tomáš Staněk live zu sehen.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Weißenstadt, um einen Regenerationstag einzulegen. Am Samstag stand dann der Wettkampf in Schönebeck auf dem Programm, wo ich den Nachwuchsbewerb mit 16,74 m gewinnen konnte.
Direkt im Anschluss ging es auf eine 600 km lange Autofahrt nach Stuttgart. Dort fand am Sonntag ein Leichtathletik-Meeting mitten auf dem Marktplatz statt. Für das Event wurde eine beeindruckende Kugelstoßanlage inklusive Tribüne aufgebaut.

Um 12 Uhr absolvierte ich bei 35 Grad meinen ersten Wettkampf des Tages und belegte mit 17,09 m den zweiten Platz im Nachwuchsbewerb. Nur zwei Stunden später durfte ich bereits im Profiwettkampf antreten. Insgesamt gingen acht Athleten aus vier verschiedenen Kontinenten an den Start. Unter großartiger Stimmung und perfekten Bedingungen gelang mir eine Weite von 17,58 m. Auch wenn das sportliche Ergebnis nicht ganz meinen Erwartungen entsprach, war der Wettkampf enorm wertvoll für mich. Ich konnte viele Kontakte knüpfen und zusätzlich Selbstvertrauen sammeln.
Die gesamte Veranstaltung wurde hochprofessionell live gestreamt. Unter anderem wurde ich dabei als „verrückter Österreicher“ bezeichnet, und der Moderator wusste sogar über mein Klimmzug-Duell mit meinem Bruder Bescheid.
Leider blieb mir aufgrund technischer Probleme eine persönliche Bestleistung an diesem Wochenende verwehrt. Trotzdem hat mir das Wochenende gezeigt, welches Potenzial in mir steckt. Wenn jetzt auch die Technik passt, sind die 19 Meter definitiv in Reichweite – idealerweise bei den heurigen Staatsmeisterschaften"". - Leonhard Jäger
23/06/26 11:15, Text: Olivia Raffelsberger
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