Alois Egger – Tiroler Evergreen auf der Mittelstrecke
Alois ist auch im Alter dem Laufsport treu geblieben und hat heute als Master noch immer Gravitas und Präsenz. Seine Medaillenkollektion ist umfangreich, und man könnte mit ihnen eine große Wand bestücken. 2001 war Alois Masters-Weltmeister über 1.500 m. Ein Ehrenausweis, den nur wenige Athleten vorweisen können.
2025 gewann der Unterinntaler bei den österreichischen Masters-Meisterschaften den 800-m-Lauf und wurde Zweiter über 1.500 m. In der Nationalmannschaft der Masters gehört Egger zu den Instinkt-Läufern, der bei Länderkämpfen immer ein Garant beim Abliefern von Punkten ist.
Die Bodenstation des Tirolers liegt in Schwaz. Er verbindet dort das Beste aus zwei Welten: Sport und Bildung. Neben seinem Faible für das Laufen – er ist Athlet der TU Raika Schwaz - ist Alois als Obmann in der Liedertafel Fruntsperg engagiert.
Für 2026 hat sich das Tiroler Evergreen große Ziele gesetzt. Er steigt 2026 in die W70-Klasse auf und will bei der Masters-Weltmeisterschaft in Deagu/Südkorea im Vorderfeld mitmischen.
Und so entscheidet sich Alois Egger, wenn man ihn vor die Wahl stellt: Vormittag- oder Abend-Training?
Vormittag-Training (ab ca. 10.00 Uhr). Manchmal streue ich eine zweite Einheit am Abend ein.
Früh aufstehen oder lang schlafen?
Früh aufstehen.
Mittel- oder Langstrecke?
Mittelstrecke. Auf dieser Strecke hatte ich meine größten Erfolge.
Stadion- oder Straßenlauf?
Als Mittelstreckler ist meine Heimat das Stadion. Straßen- und Crossläufe mache ich in erster Linie zur Vorbereitung.
Berg- oder Meerurlaub?
Meerurlaub. Berge habe ich in Tirol mehr als genug.
Dritter bei einer WM oder österreichischer Rekord?
Dritter bei einer WM. Die Medaille kann dir keiner nehmen.
3.000 m oder 1.500 m
1500 m. Über diese Strecke wurde ich Senioren-Welt- und -Europameister.
Haus oder Wohnung?
Haus. Ich kann es mir anders gar nicht vorstellen.
Sommer oder Winter?
Ganz eindeutig Sommer.
Gleichmäßig schnell laufen oder auf den Endspurt setzen?
Bei Meisterschaftsrennen ist ein guter Endspurt Gold wert. Bei Rennen auf Zeit versuche ich, möglichst gleichmäßig zu laufen.
Schuldirektor oder Schulinspektor?
Schuldirektor. Das war ich 18 Jahre lang in einer Mittelschule.
Hochsprung oder Weitsprung?
Weitsprung. Ohne spezielles Training ist der Hochsprung schwerer als der Weitsprung
Olympia-Medaille oder WM-Medaille?
Olympia-Medaille.
Land oder Stadt?
Land. Schwaz, mein Wohnort, verbindet aber Land und Stadt.
Was würdest Du als Deinen größten sportlichen Erfolg bezeichnen?
Der Gewinn der Masters-Weltmeisterschaft 2001 in Brisbane über 1500 m. 150 m vor dem Ziel war ich noch Vierter. Schon dreimal war ich bei einer Weltmeisterschaft Vierter geworden. Das hat sich in mein Gehirn eingeprägt. Jetzt wollte ich unbedingt eine WM-Medaille. Das ist mir mit meinem Endspurt in Australien gelungen.
Wenn du Gott eine SMS schreiben könntest, was würdest du ihm schreiben?
„Bitte, lieber Gott, lass meine Familie, meine Freunde und mich gesund bleiben. Alles andere mache ich selbst.“

Verfasser: Herbert Winkler
Herzlichen Dank, Herbert Winkler, für die Möglichkeit der Veröffentlichung deines Textes über Alois & an den Protagonisten für seinen großen und engagierten Einsatz in der Tiroler Leichtathletik.
13/01/26 20:34, Text: Olivia Raffelsberger
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